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www.hap-ki-do.at > Termine > 17. Mai. 2008: Lehrgang und Freikampf in Mürzzuschlag

17. Mai. 2008: Mürzzuschlag

 

Es war wieder einmal soweit: ein Lehrgang und das dazugehörige Freikampfturnier standen ins Haus. Diesmal sollte nach dem österreichischen System gekämpft werden. Kämpfen? Darauf kannte mein Körper nur eine Reaktion: Angstschweiß! Ich konnte doch nicht kämpfen! Und schon gar nicht nach dem österreichischen System, in dem ich noch nie zuvor gekämpft hatte! Ich sah es schon kommen: hilflos würde ich auf der Matte den Angriffen der Gegner ausgesetzt sein, mit Mühe würde ich versuchen, die auf mich einprasselnden Hiebe abzuwehren. Ja, Schmach und Schande würde ich über mich bringen. Die einfachste Lösung würde es sein, mich vor dem Lehrgang zu drücken. Ich fühlte mich sowieso ein bisschen müde, und außerdem hatte ich Muskelkater, und eigentlich war ich schwerkrank! Ja, ich MUSSTE praktisch zu Hause bleiben. Doch es gab einen Hacken an der Sache: wollte ich meine Tagträume in die Realität umsetzen und eine gute Kämpferin werden, so gab es nur einen Weg dorthin: Kämpfen, und zwar so oft wie möglich. Also landete ich letztendlich doch in Mürzzuschlag. Schnell merkte ich, dass manche andere Teilnehmer von genau denselben Ängsten geplagt wurden wie ich, und so stellte sich der Selbsthilfegruppeneffekt ein: gemeinsam ist alles nur noch halb so schlimm.

Die Auswahl der Teilnehmer am Lehrgang war klein aber fein: Drei St.Pöltner und sechs Wiener Hapkidoin gaben in zwei Gruppen unterteilt ihr Bestes. Ich startete in der ersten Gruppe und versuchte artig – wie es mir von den Meistern geraten worden war – meine vorher überlegten Kombinationen anzubringen. Was natürlich anfangs überhaupt nicht gelang. Doch hin und wieder konnte ich dann doch ein paar Treffer landen, und das Ganze begann mir langsam Spaß zu machen. Letztendlich wunderte ich mich, wovor ich mich eigentlich so gefürchtet hatte. Nach meinen eigenen Kämpfen konnte ich die großartigen Kämpfe der Anderen, besonders der zweiten Gruppe genießen. Hier waren tolle Kombinationen zu sehen, die Kämpfe hatten ein hohes Niveau und einen hohen Unterhaltungswert für den Zuschauer.

Nachdem die größte Hürde des Tages – das Turnier - geschafft war, galt es nun, beim Lehrgang sein Bestes zu zeigen. Die Runde wurde nun noch von einer Mürzzuschlagerin komplettiert, und Hans leitete den Lehrgang. Um unsere – seiner Meinung nach anscheinend unterstrapazierten - Muskeln noch etwas zu fordern, startete er mit einem saftigen Aufwärmtraining, dass sowohl bezüglich der Kraft, als auch der Koordination herausfordernd war. Das Thema des Lehrgangs waren die verschiedenen Möglichkeiten, die die Fallschule im Kampf bieten kann. Zum Beispiel übten wir Formen des Angriffs aus der Rolle heraus. Diese Techniken waren sehr interessant, weil sie etwas komplett Neues waren und eine Abwechslung zum üblichen Training darstellten.

Nach dem Lehrgang schlugen wir uns alle gemeinsam im Gasthaus den Bauch voll. Ich war glücklich und sehr zufrieden mit mir selbst: das Kämpfen war gar nicht so schlimm gewesen, wie ich erwartet hatte, im Gegenteil, es hat richtig Spaß gemacht. Ich war froh, am Lehrgang und am Turnier teilgenommen zu haben. Aber eins ist klar: sobald das nächste Turnier ansteht, geht der Kampf gegen den Angstschweiß wieder von vorne los....

Text: Monika

 
 

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Freikampf

Lehrgang

Etc.

Fotos: Alex