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Wir schreiben den 3. März 2007. Es ist ein Tag der es wieder einmal geschafft hat, eine ganze Menge trainingshungriger Hapkidoins zu vereinen. Dabei sollte unsere gemeinsame Destination wieder einmal mehr Luftenberg heißen.
Die Anreise verlief relativ reibungslos, da wir bereits bei anderen Terminen zuvor die Umgebung mehrmals durchkreuzt haben. Fünf Minuten vorm Beginn des Lehrganges angekommen, mussten wir uns allerdings ziemlich beeilen, da die Mehrheit aller Teilnehmer bereits vorbereitet im Dojang wartete. Daher, rein in den Dobok, den Gürtel zugebunden und es konnte los gehen!
Die Mattenfläche war bis auf den letzten Quadratmeter besetzt. Nicht zuletzt weil unsere Kolleg(inn)en aus Ungarn, rund um deren Trainer Tibor, mit uns das 'Vergnügen' teilen wollten. Die rege Beteiligung erfreute nicht nur die Anwesenden Dan-Träger des Fachverbands, sondern auch den Leiter dieses Lehrgangs: Großmeister Choi, Kil Bong (7. Dan) aus Kassel.
So gemütlich die ersten Aufwärmübungen unseren Kreislauf anregten, sollte es aber nicht lange bleiben. Auf zig Hapkido-Armtechniken folgten ebenfalls sehr viele Beintechniken. Der ganze Dojang wurde mit den immer wiederkehrenden ‚Ki-Hap'-Kampfschreien durchflutet, bis er schließlich durch eine Trinkpause kurzzeitig zur Ruhe kommen durfte. Jeder der sich allerdings nun zu ausgiebig an den erfrischenden Säften labte, erhielt bei den nachfolgenden Beinkombinationen auch schon wieder die Rechnung dafür. Kräftig durchgeschwitzt gingen wir dann zu den Partnerübungen über. GM Choi leitete hier im Wechsel die Gruppen der Kub- und Danträger und versorgte so problemlos jeden einzelnen mit Hapkido-Techniken.
Die Aufnahmefähigkeit am späten Nachmittag war zwar nicht mehr bei allen Teilnehmern gleich hoch, wurde aber immer wieder von der erstaunlichen Art und Weise des koreanischen Trainings beflügelt. So wurden uns eine Menge neuer Techniken zu teil, welche ausreichend erklärt, für viele relativ schnell in Fleisch und Blut übergingen. Der Trainingsmarathon wurde durch ein extrem forderndes und ‚alle-aus-der-Puste' bringendes Pratzen-Training beendet. Völlig mit den Kräften am Ende, ging es dann für die meisten ab unter die Dusche, währenddessen Meister Gernot bei Großmeister Choi noch eine Einheit Kumdo-Training erhielt.
Geduscht und angezogen ging's dann ab zum Abendessen in St. Georgen, schließlich hatten sich alle ihr Abendessen auch reichlich verdient. Unser unvorangemeldeter Einfall im örtlichen Gasthaus sorgte bei der Wirtin zwar für anfängliches Aufsehen, dies tat der gemütlichen Atmosphäre (bei einem erfrischenden Bierchen) aber keinen Abbruch. Die darauf folgende Nächtigung im Turnsaal brachte nach dem harten Training endgültig Zeit für Erholung.
Am Sonntagmorgen dauerte es auch nicht allzu lange, bis sich die ersten Hapkidoins wieder mit ihren Doboks bekleideten, um das Training um 10:00 Uhr fortzuführen. Nach dem Aufwärmprogramm schenkte GM Choi wieder große Aufmerksamkeit den Bal Tschagis: Einzeltritte, Trittkombinationen und ‚Mitt-zerstörende' Fußkicks zeigten uns die Vielfalt der Hapkido-Trainingspalette. Und auch unsere Partnertechniken wurden weiter aufgestockt.
Die direkte und natürliche Ausstrahlung unseres Großmeisters wurde nach Abschluss eines zum Glück langen und verletzungsfreien Trainingswoche, allen Hapkidoins zu Teil, als sich GM Choi traditionell bei jedem persönlich bedankte.
Text: Christian
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